Lynn Hershman

Written by Stefanie.
a room of ones own installationview, Pic: Hershman

A room of ones own, Interior View, Pic: Lynn Hershman

Hershman leistete Pionierarbeit im Bereich der interaktiven computer- und internetbasierten Medienkunst und sticht vor allem dadurch hervor, dass sie das kybernetische Prinzip interaktiver Werke aus der medientechnisch motivierten Diskussion löst und interaktive Technologie auf einer überwachungstechnologischen Ebene thematisiert.[1] Ihre Werke beanspruchen konsequent einen aktiven Teilnehmer, vermitteln verstärkt das Interesse der Künstlerin für feministische Diskurse, hinterfragen das Verhältnis von Gedächtnis, Identität und Technologien im Zeitalter virtueller Welten und machen sich dabei konstant neue Entwicklungen digitaler Technologien innovativ zu Nutze.[2] Im Gegenzug zur Mehrheit anderer Kunstschaffenden spricht Hershman in ihren Arbeiten dem Rezipienten das kontrollierende und agierende Verhalten ab und gewährt ihnen nicht größtmöglichen Freiraum, sondern macht, wie Dinkla betont, sichtbar, wie Nutzer neuer Medientechnologien in diese eingebunden sind. Ihre Werke konstatieren, dass neue Technologien die Gefahr unsichtbarer Kontrolle und Überwachung mit sich bringen und in die Privatsphäre eindringen.

-Lorna (Interaktive Environment mit Videodisk 1979)
-Deep Contact: The Sexual Fantasy Videodisk (Interaktive Videodiskinstallation mit Sensorbildschirmen, 1984)
-Room of One´s Own (Interaktive Videodiskinstallation, 1992)

 


Footnotes    
  1. Vgl. Dinkla, S.: S. 193. back
  2. Vgl. Kunsthalle Bremen & MedienKunstNetz back