David Rokeby

Written by Stefanie.
Very Nervous System, Pic: Rokeby

nChat Installation view, Pic: David Rokeby

Rokebys Arbeiten distanzieren sich von einer linearen Empfänger-Sender Konstellation und bauen auf dem kybernetischen Grundprinzip des Computers auf. In seinen Werken wird der Besucher auf spielerisch-körperliche Weise zur Interaktion aufgefordert. Der Körper dient als Interface und tritt in eine intuitive, intime und rückgekoppelte Beziehung[1] zum Computer. Er lässt alternativ zu den visuellen Arbeiten der interaktiven Medienkunst schwer lokalisierbare Klangräume entstehen, die weniger analytisch rezipiert werden als Bilder und auch in ihrer Programmstruktur weniger offensichtlich sind.[2] Seine Werke sind in technischer Hinsicht dialogisch angelegt und erforschen offene, interaktive Systeme mit Hilfe geschlossener Kreisläufe.[3] Oftmals beinhalten seine prozessorientierten Arbeiten Gestenübertragungen und künstlich wahrnehmende Systeme, deren Grenzen aufgezeigt werden sollen und die zum Ziel haben, im Rahmen grenzüberschreitender Kunstformen verantwortungsvolle Technikentwicklung zu vermitteln.

-Very Nervous System (Interaktives audiovisuelles Environment, 1986)
-the Giver of Names (Interaktive Computerinstallation, 1991)
-n-Cha(n)t
(Interaktive Soundinstallation, 2001)

 


Footnotes    
  1. Die Rückkopplung spielt sich bei Rokeby vorwiegend zirkulär zwischen Bewegung und Klängen ab. back
  2. Vgl. Dinkla, S.: S. 149f. back
  3. Kacunko, S.: aus: www. back